> Herzlich Willkommen
Johannes Vogel - Unterschrift

Liberalismus

„Der Sinn von Politik ist Freiheit“, glaubt Hannah Arendt und ich glaube das auch. Deshalb engagiere ich mich seit rund fünfzehn Jahren für eine freiere und menschlichere Gesellschaft, in der wir alle für uns selbst und unsere Mitmenschen Verantwortung übernehmen. Gelingt uns das, können wir in einer Demokratie gemeinsam Außergewöhnliches bewegen, davon bin ich fest überzeugt. Als Liberaler bin ich Mitglied der FDP, weil ich nur hier ein unteilbares Freiheitsverständnis finde, das für alle Politikbereiche gilt. Ganzheitlicher Liberalismus bedeutet für mich konkret:

  • Jedem Menschen die faire Chance zu geben, sein Glück zu verwirklichen und den eigenen Traum zu leben – ganz gleich, wie sie oder er aussieht, woher man kommt, wer die Eltern sind, ob und woran jemand glaubt, und ganz egal wie bunt, schräg oder eben auch kreuzlangweilig dieser Lebenstraum sein mag.
  • Individuelle Freiheiten, Bürgerrechte und die Privatsphäre gerade auch in Zeiten terroristischer Bedrohung und neuer technischer Entwicklungen uneingeschränkt zu verteidigen.
  • Von der Sozialen Marktwirtschaft überzeugt zu sein, Unternehmertum und Gründergeist willkommen zu heißen sowie Freihandel und ganz allgemein auch in der Wirtschaft Freiheit zu bejahen.
  • Ein universales Freiheitsverständnis zu haben und Freiheit nicht nur für uns selbst zu wollen, sondern auch für Menschen andernorts auf der Welt sowie für zukünftige Generationen und für ihre Freiheit einzutreten.
  • Eine Lebenseinstellung, die sich eher in der Begeisterung für Chancen und weniger in der der Angst vor Risiken zeigt, die im Zweifel Optimismus für die größere Tugend als Pessimismus hält und für die das Wort Zukunft einen guten Klang hat.

Deshalb werbe ich für eine Politik der Chancengerechtigkeit und des Vertrauens in die Soziale Marktwirtschaft. Durch gute Rahmenbedingungen für Unternehmen, den Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie einen flexiblen und fairen Arbeitsmarkt bietet sie den Menschen gute Perspektiven und Möglichkeiten, das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Nur durch beste Bildung und Weiterbildung, unabhängig von der Herkunft, können wir das Aufstiegsversprechen immer wieder erneuern. Und ich werbe für einen fairen Sozialstaat, der sich nicht übernimmt und so handlungsfähig bleibt, um uns allen die Sicherheit zu geben, dass aus den Wechselfällen des Lebens keine Katastrophen werden. Ich werbe also für eine Politik, die Gerechtigkeit als Lebenschancen versteht und eben nicht als Ergebnisgleichheit.

Ich werbe aber auch für eine Politik der Offenheit. Wir sollten uns auf die erfolgreiche deutsche Tradition als Einwanderungsland besinnen – weil wir qualifizierte Fachkräfte benötigen und neue Mitbürger unsere Gesellschaft bereichern und kreativer machen. Integration funktioniert hierbei dann, wenn die Gesellschaft auf die Migranten zugeht, aber auch diese mitmachen und in ihr aktiv werden. Klar ist: Je mehr Talente aus der ganzen Welt zu uns kommen wollen, desto besser wird es um unsere Zukunft bestellt sein. Eine wirkliche Willkommenskultur gegenüber Einwanderern aus der ganzen Welt wird dabei nur dann entstehen, wenn wir die offene, vielfältige Gesellschaft nicht fürchten, sondern begrüßen. Intoleranz und Bevormundung durch den Staat oder durch gesellschaftliche Gruppen darf es nicht geben. Wir müssen zudem die Grund- und Bürgerrechte der Menschen achten und schützen – und nicht etwa intimste Informationen aller Bürger durch die Vorratsdatenspeicherung überwachen oder eine Internetzensur einrichten.

Schließlich werbe ich für eine Politik der Generationengerechtigkeit. Wir dürfen nicht zulasten der Entfaltungschancen kommender Generationen handeln, sondern müssen uns vielmehr selbst auf finanzielle und ökologische Nachhaltigkeit verpflichten. Natur und Lebensgrundlagen müssen geschützt und die Politik der kontinuierlichen Staatsverschuldung ein für alle Mal beendet werden. Darüber hinaus halte ich das Zusammenrücken der Welt im globalisierten 21. Jahrhundert für eine faszinierende und großartige Chance. Es geht mir deshalb um eine Politik, die sich für einen immer freieren globalen Handel mit fairen Regeln für alle einsetzt, damit die enormen Erfolge im Kampf gegen Armut weitergehen. Und mich begeistert die Vision einer Weltordnung, die Bill Clinton einmal so beschrieben hat: „we can celebrate our religious, our racial, our ethnic, our tribal differences because our common humanity matters most of all.“ Dazu gehört es, sich global für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen. Auch deswegen bekenne ich mich zu einem vereinten Europa, das in der internationalen Politik mit einer starken Stimme für diese Werte eintritt – perspektivisch als föderaler europäischer Bundesstaat.

Kurz gesagt: Ich glaube an die Hoffnung der Freiheit. Wegen ihr engagiere auch ich mich dafür, unser Land und die Welt im 21. Jahrhundert Schritt für Schritt zu einem freieren und damit besseren Ort zu machen. Bei den Liberalen kann ich mich nicht nur für diese Ideale einsetzten, sondern finde sie auch vor. Mit den Worten von Theodor Heuss:  „Die FDP ist keine Partei für Leute, die etwas werden wollen, sondern für Leute, die etwas sein wollen: Nämlich sie selbst, Menschen eigenen Muts und eigener Verantwortung.“